Der Filmschnitt (engl. Film Editing), oder Film-Montage.

Das schneiden beinhaltet die Bearbeitung und Strukturierung des aufgenommenen Ton- und Bildmaterials bis zum fertigen Film. Wichtig ist, dass man das ganze Material sehr gut kennt und sich beim Sichten ein Drehbuch erstellt (besser schon vor dem filmen). Eine Schnittstelle (engl. Cut) bezeichnet die Verbindungs- bzw. Trennstelle von einer Einstellung zur nächsten. Wird eine Scene direkt an die Vorherige anhehängt, spricht man von einem "harten Schnitt". Der harte Schnitt kann aber beispielsweise durch Bewegungsanschluss oder Tonüberlappungen "weich" bzw. nicht bewusst wahrnehmbar gestaltet werden. Für den weichen Schnitt gibt es viele Spielarten, oft wird die erste Scene langsam ausgeblendet, dazu die zweite Scene langsam eingeblendet.

Geschichte:
So etwa ab 1895 wurden die ersten Filmaufnahmen gemacht. Sie dauerten gerade mal 30 bis 60 Sekunden. Sie hatten nur eine Kameraeinstellung, die keinen Schnitt erforderte. Schon bald gab es aber das Stoptrickverfahren (die Kamera stoppen, der Schauspieler verlässt das Bild, die Kamera wieder einschalten, so scheint es, als hätte sich der Darsteller in Luft aufgelöst). Etwa ab 1902 kamen Filme mit mehreren Kameraeinstellungen, dazu das schneiden und kleben. Der Film machte damit den ersten Schritt weg von der Theaterdarstellung. Der überlappende Schnitt gilt als Merkmal des früheren Stummfilms mit fiktiver Handlung. Im damaligen Verständnis der Filmregisseure sollte dieser den Zusammenhang zwischen den Szenen verdeutlichen und die Orientierung erleichtern. Zudem sollten besonders wichtig erscheinende Ereignisse auf diese Weise betont werden. Der Schnitt zwischen den Einstellung erfolgte zudem häufig mit Überblendungen.

Schnitt als Gestaltungsmedium:
Der Filmschnitt ist ein wichtiges und kreatives Element bei der Gestaltung des Filmes. Das entscheidende Element ist allerdings die Regie. Weitere Elemente sind das Drehbuch, Szenenbild und Kostümbild, die Kamera, und die von der Regie geführten Schauspieler. Das Filme schneiden ist ein schöpferischer Vorgang. Dazu gehört das Auswählen der Einstellungen und die Schaffung einer dramaturgisch konzipierten und dem Zuschauer vermittelbaren Kontinuität. Der für den Filmschnitt verantwortliche "Cutter" arbeitet zwar nach Angaben der Regie, trägt jedoch durch seine handwerklichen und kreativen Fähigkeiten zur endgültigen Form des Filmes in entscheidender Weise bei. Sein können hat grossen Einfluss auf Inhalt und Wirkung der Bilder und Töne. Schon kleine Änderungen im Schnitt können die Aussage und den Fluss eines Filmes deutlich verändern.

Schnittsysteme:
Lange Zeit wurden die belichteten Filmstreifen aus Zelluloid, mechanisch an einem Schneidetisch geschnitten und zusammengeklebt. Normalerweise wurde das belichtete Filmmaterial vorher in einem Kopierwerk entwickelt. Zum Bearbeiten wurde eine Kopie als Positiv (Musterkopie) genommen. Unpassende und fehlerhafte Aufnahmen werden herausgeschnitten und Szenen getrennt. Unter Aufsicht des Regisseurs wird anschliessend die endgültige Bild- und Szenenfolge zusammengefügt. Das Ergebnis ist die "Schnittkopie" mit unzähligen Schnitt- und Klebestellen. Nach erfolgter Abnahme durch den Auftraggeber kommt die Schnittkopie wieder ins Kopierwerk. Hier wird jetzt ein bildgenauer nachschnitt vorgenommen. Das fertig geschnittene Negativ dient nun als Vorlage für das Herstellen von Projektionskopien. Auch die Tonträger, (ebenfalls auf Zelluloid) wurden gleichermassen zusammengestellt. Mit dem elektronischen Videoschnitt haben hatt sich die Filmproduktion enorm verändert. Das Bildmaterial wird in einen digitalen Off-Line-Schnittplatz geladen. Am Computer ist es viel einfacher die gewünschten Bildsequenzen in beliebiger Reihenfolge einzuordnen. Dazu können die Bilder manipuliert werden (heller, dunkler, scheller, uvm). Effekte und Übergänge sowie Tonspielereien in unendlicher Auswahl können eingespielt werden.

Private Videos:
Heute kann man mit einer Videokamera mit Stativ, einem marktüblichen Personal-Computer und einer Schnittsoftware (sogar gratis zu haben) recht tolle Videos zustande bringen. Das Video wird auf den PC übertragen dann mit dem Schnittprogramm bearbeitet. Auch mit der Einfachsten Software kann das Video mit Vorspann, Text und Überblendungen versehen werden. Die Lieblingsmusik und Toneffekte können problemlos engespielt werden. Ist das Video nach der eigenen Vostellung gelungen kann es im geeigneten Format für ein bestimmtes Medium fertigestellt werden. Für eine DVD wählt man vorzugsweise eine hohe Qualität. Soll das Video ins Internet gestellt werden, wird zugunsten der Übertragung die Bildgrösse und die Qualität nach Bedarf reduziert. Was man im Internet zeigen will sollte man sich gut überlegen, niemand weiss wo diese Daten landen. Ist das Video einmal von jemandem heruntergeladen, hatt man keinen Einfluss mehr auf diese Kopie und das Video kann auch in 20 Jahren noch im Internet herumgeistern. Sind Sie dann in der Geschäftleitung oder bewerben sich für eine tolle Stelle kann es je nach Video positive aber auch sehr negative Folgen haben.

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